Hörminderung und Schwerhörigkeit

Von all unseren Sinnen ist das Ohr das wichtigste Kommunikationsorgan. Selbst wenn wir schlafen, wird das Hören nicht abgestellt.
Eine Hörminderung ist häufig ein schleichender Prozess über viele Jahre.  Meist bemerken nahe Angehörige oder Freunde zuerst, dass sie immer häufiger Sätze oder Wörter wiederholen müssen. Menschen mit einer Hörminderung drehen den Fernseher lauter, um etwas zu verstehen.

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sollten Sie Ihr Gehör von einem HNO-Arzt  oder Hörgeräteakustiker überprüfen lassen. Das Gehör entwöhnt sich  schnell.
Abbildung des Gehörgangs
Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Arten von Schwerhörigkeiten:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit
  • Innenohrschwerhörigkeit

Unter einer Schallleitungsschwerhörigkeit versteht man eine eine  Funktionsstörung im Außen- oder Mittelohr. Die  Schallleitungsschwerhörigkeit kann in den meisten Fällen medizinisch  oder chirurgisch behandelt werden. Alternativ können aber auch  Hörsysteme eingesetzt werden.

Die meisten Hörminderungen sind  jedoch auf Innenohrschwerhörigkeiten zurückzuführen. Hier sind das Innenohr und/oder der Hörnerv in Mitleidenschaft gezogen. In diesen  Fällen wird der Schall zwar korrekt zum Innenohr geleitet, dieses ist  jedoch nicht leistungsfähig genug, um den Schall ohne Verluste weiterzusenden. In den meisten Fällen liegt der Grund in einer Schädigung der Haarsinneszellen, der feinen Nervenenden innerhalb der Cochlea. Dies fährt dazu, dass Schallsignale erst bei höheren Lautstärken wahrgenommen werden. Auch die Qualität des Klanges ist  betroffen. Die Folge ist eine Verschlechterung des Hörvermögens und des Sprachverstehens.

Innenohrschwerhörigkeiten können in der Regel  gut von Hörsystemen ausgeglichen werden. Sie verstärken den Schall und  sorgen dafür, dass auch leise Geräusche wieder hörbar werden.